Osteopathische Behandlungstechniken

Bei der Therapieform der Osteopathie wird v.a. großer Wert darauf gelegt, den Menschen als Einheit zu betrachten und zu behandeln. Der Ansatz der Osteopathie ist einfach: Leben zeigt sich in Form von Bewegung. Dort wo Bewegung verhindert wird, macht sich Krankheit breit. Die Osteopathie nutzt diesen Zusammenhang. Anhand der jeweiligen Bewegung wird erkannt, ob eine Struktur auch richtig funktioniert.

 

Dabei betrachtet die Osteopathie den menschlichen Körper immer als untrennbare Einheit. Erst das Zusammenspiel der einzelnen Strukturen ermöglichen dem Organismus als Ganzes zu funktionieren.

 

Beispielhaft ist hier ein Patient, der über Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule klagt. Die Ursachen hierfür können einerseits lokal in diesem Bereich sein, durch die osteopathische Untersuchung und Behandlung wird jedoch herausgefunden, dass der Patient eine alte Blindarmnarbe hat, die in ihrem Heilungsverlauf zu starken Vernarbungen geführt hat. Diese Vernarbungen schränken die Beweglichkeit des Patienten im Bereich der Lendenwirbelsäule ein, weshalb der Körper als Schmerzstelle den Rücken und nicht die Blinddarmnarbe am Bauch meldet. In der osteopathischen Behandlung würde nun versucht werden, die Verklebungen der Narbe zu lösen und somit die normale Bewegungsfunktion wiederherzustellen.

 

Die Behandlung erfolgt in mehreren übergeordneten Bereichen:

 

im Bereich des Bewegungsapparates (parietale Osteopathie): z.B. Gelenkprobleme, akute Rückenbeschwerden und Ischialgien
im internistischen Bereich (viszerale Osteopathie): z.B. Verdauungsstörungen, Menstruationsbeschwerden, Infertilität, Operationsfolgen wie Narben und Verwachsungen
im Hals-Nasen-Ohren-Bereich (kraniosakrale Osteopathie): Kopfschmerzen, Migräne und Schwindel
im urogenitalen Bereich (viszerale Osteopathie): Menstruationsbeschwerden, Schwangerschaft, Geburtsvorbereitung und -nachsorge, klimakterische Beschwerden, Infertilität

 

In der täglichen Praxis gehen die verschiedenen Behandlungstechniken ineinander über, da sie individuell dem Behandlungsverlauf folgen.

 

Besuchte Kurse:

- Grundlagen/Beckengelenke/Blase und Prostata

- Sakrum (Kreuzbein)/Iliosakralgelenk (ISG)/Uterus (Gebärmutter) + Adnexe (Eierstöcke)

- Kraniosakrale Osteopathie

- Colon (Dickdarm)/Intestinum tenue (Dünndarm)